Im Kopf läuft dabei oft ein Bild von der Bühne ab: Pendel, Fingerschnippen, und beim Aufwachen ist die Sucht weg. Diese Erwartung ist der häufigste Grund, warum eine Sitzung enttäuscht. Wer glaubt, ihm werde etwas weggenommen, wartet auf die Wirkung, statt mitzuarbeiten. Wie stark die Haltung das Ergebnis prägt, habe ich in den drei ehrlichen Gründen, warum Hypnose nicht wirkt, ausführlicher beschrieben.
Die Sitzung arbeitet an der Gewohnheit, nicht am Nikotin
Rauchen ist zu einem grossen Teil eine erlernte Verknüpfung. Der Kaffee am Morgen, die Pause vor der Tür, der Anruf, der Ärger macht: Über Jahre koppelt sich die Zigarette an feste Auslöser, bis der Griff keine Entscheidung mehr braucht.
Genau dort setzt die Trance an. Sie ist ein völlig natürlicher Geisteszustand, den Sie aus dem Alltag kennen, etwa kurz vor dem Einschlafen oder wenn Sie eine vertraute Strecke fahren und beim Ankommen die halbe Fahrt nicht mehr erinnern. Was sich dabei verändert, ist die Zugänglichkeit: Bilder und neue Reaktionen auf alte Auslöser erreichen Sie in diesem Zustand direkter als im wachen Alltagsdenken. Ansprechbar bleiben Sie die ganze Zeit, und Sie entscheiden mit, wohin die Arbeit geht. Was dabei im Kopf geschieht, erkläre ich auf der Seite Was ist Hypnose.
Deshalb entscheidet das Vorgespräch, was in der Trance geschieht
Wenn an der Verknüpfung gearbeitet wird, muss die Sitzung Ihre Verknüpfungen kennen. Nicht die eines Durchschnittsrauchers, sondern Ihre drei, vier Situationen, in denen es jedes Mal passiert. Deshalb steht am Anfang kein Ritual, sondern eine Anamnese, und deshalb dauert die Erstsitzung länger als die Hypnose selbst.
- Im Vorgespräch sammeln wir Ihre konkreten Auslöser: Tageszeiten, Orte, Personen, Gefühle.
- In der Trance üben wir für genau diese Situationen eine andere Reaktion ein.
- Danach besprechen wir, was in den nächsten Tagen auf Sie zukommt und was Sie selbst tun.
Wer in St. Gallen nach Hypnose sucht, bekommt von Google eine Frage vorgeschlagen, die viele beschäftigt: «Wie viel kostet eine Hypnose-Sitzung?». Die Frage ist berechtigt, sie misst nur das Falsche. Der Unterschied zwischen zwei Sitzungen liegt nicht im Honorar, sondern darin, wie strukturiert vorher gearbeitet wurde. Wie diese Struktur aufgebaut ist, beschreibe ich in der OMNI-Methode in der Hypnose.
Der stärkste Einwand dagegen ist der körperliche
Nikotin macht abhängig, und laut dem Bundesamt für Gesundheit ist über die Hälfte der regelmässig Rauchenden abhängig. Eine Suggestion ändert daran nichts. Der Bund empfiehlt bei ausgeprägter Abhängigkeit ausdrücklich fachliche Hilfe, weil der Rauchstopp allein für viele Menschen kaum zu schaffen ist.
Prozent Erfolg nach einem Jahr
So hoch ist die Erfolgsrate, wenn intensive Unterstützung durch Fachpersonen mit nikotinhaltigen Medikamenten kombiniert wird.
Quelle: Bundesamt für GesundheitDas heisst für die Hypnose dasselbe wie für jede andere Methode: Auch die stärkste Begleitung ist kein Schalter, den jemand für Sie umlegt. Hypnose ist ein wirksames Hilfsmittel neben Ihrer Entscheidung, kein Ersatz dafür. Wer Ihnen an dieser Stelle eine Garantie gibt, verspricht etwas, das keine Methode einlöst.
Für stark Abhängige beginnt der Weg woanders
Wenn Sie schon wenige Minuten nach dem Aufwachen zur Zigarette greifen oder mehrere begleitete Versuche hinter sich haben, gehört der erste Schritt in ärztliche Hand oder an die Rauchstopplinie, nicht auf meinen Sessel. Psychotherapie und medizinische Behandlung sind in der Schweiz eigenständig geregelt, unter anderem im Psychologieberufegesetz, und eine Hypnose-Sitzung tritt nicht an ihre Stelle.
Für alle anderen beginnt die Arbeit vor dem Termin. Notieren Sie eine Woche lang, wann Sie wirklich zur Zigarette greifen und was unmittelbar davor geschehen ist. Diese Liste ist die Arbeitsgrundlage der ersten Sitzung. Sie kostet Sie nichts ausser Aufmerksamkeit, und sie zeigt Ihnen schon vorher, gegen welche Gewohnheit Sie antreten.
Gemeinsam klären wir im Erstgespräch, ob Hypnose zu Ihrem Rauchstopp passt, ruhig und ohne Druck.
Hypnose-Sitzungen und Honorar