Sie ist ein völlig natürlicher Geisteszustand, kein Ausgeliefertsein und kein Schlaf. Was in diesem Zustand tatsächlich geschieht, steht ausführlich auf der Seite Was ist Hypnose?.
Grund 1: Die Erwartung ist grösser als eine einzelne Sitzung
Der häufigste Grund liegt in der Erwartung, nicht in der Methode. Viele Menschen kommen mit dem Bild aus der Show-Hypnose: einmal hinlegen, einmal aufwachen, Thema erledigt.
Wie verbreitet diese Ein-Sitzung-Erwartung ist, zeigt sich an den Fragen, die Google rund um Hypnose als häufig gestellt ausweist. Eine davon lautet: Wie viel kostet eine Hypnose-Sitzung? Gefragt wird nach der einen Sitzung, nicht nach dem Weg.
Hypnosetherapie arbeitet strukturiert nach der OMNI-Methodik. Sie löst Blockaden, sie ersetzt aber keine Entscheidung. Bei der Raucherentwöhnung etwa unterstütze ich Ihren Entschluss aufzuhören. Den Entschluss selbst treffen Sie.
| Was oft erwartet wird | Was in der Sitzung tatsächlich passiert |
|---|---|
| Ich bin weggetreten und bekomme nichts mit | Sie bleiben wach, ansprechbar und erinnern sich |
| Eine Sitzung löst das Thema | Je nach Anliegen arbeiten wir über mehrere Sitzungen |
| Die Therapeutin macht etwas mit mir | Wir arbeiten gemeinsam, die Kontrolle bleibt bei Ihnen |
Grund 2: Ohne Ihre Mitarbeit bleibt es bei Entspannung
Hypnose ist kein Verfahren, das an Ihnen durchgeführt wird. Sie ist ein gemeinsamer Prozess: Ich führe, Sie gehen den Suggestionen aktiv nach. Fehlt diese Mitarbeit, bleibt am Ende eine angenehme Entspannung, mehr nicht.
Diese Verteilung beschreibt die American Psychological Association als Eigenschaft, die sich über die Bevölkerung verteilt wie die Körpergrösse. Wichtiger als die Zahlen ist die praktische Folge: Wer weniger stark anspricht, braucht in der Regel schlicht mehr Sitzungen oder mehr Übung. Das ist der Unterschied zwischen wirkt nicht und wirkt noch nicht.
Zur Mitarbeit gehört auch, was zwischen den Sitzungen geschieht. Veränderungen brauchen Zeit, Offenheit und Bereitschaft. Wie eine Sitzung vom Vorgespräch bis zum Abschluss abläuft, lesen Sie hier: Wie läuft eine Hypnosesitzung ab?
Grund 3: Skepsis hält die Aufmerksamkeit an der Oberfläche
Skepsis ist kein Makel. Sie ist eine nachvollziehbare Reaktion auf ein Thema, das jahrzehntelang als Bühnenprogramm verkauft wurde.
Hypnose setzt allerdings fokussierte Aufmerksamkeit voraus. Wer während der ganzen Sitzung innerlich prüft, ob das jetzt wirkt, teilt seine Aufmerksamkeit und bleibt an der Oberfläche. Auch im Alltag erleben wir ähnliche Zustände: In einen Film tauchen Sie nur ein, wenn Sie sich darauf einlassen.
Nicht Sie scheitern an der Hypnose. Meistens scheitert eine Erwartung, die nie zur Methode gehört hat.
Es kann vorkommen, dass Zweifel bis kurz vor die erste Sitzung bleiben. Genau dafür gibt es das Vorgespräch. In meiner Praxis in St. Gallen klären wir vorher, was Sie erwartet und was nicht, damit Sie sich nicht während der Sitzung entscheiden müssen, ob Sie mitgehen wollen.
Und wenn Hypnose wirklich nicht das Richtige ist?
Auch das kommt vor, und dann sage ich es Ihnen. Manche Themen gehören in medizinische oder psychotherapeutische Hand, nicht in eine Hypnosepraxis.
Welche Situationen dagegen sprechen und wann eine Sitzung besser verschoben wird, steht im Beitrag Wann darf man keine Hypnose machen?. Gemeinsam finden wir heraus, ob Ihr Anliegen zur Hypnosetherapie passt oder anderswo besser aufgehoben ist.
Ob Hypnose zu Ihrem Anliegen passt, klären wir vor der ersten Sitzung statt danach: Schildern Sie mir Ihr Anliegen in einem unverbindlichen Vorgespräch, hier erreichen Sie mich.